Meine GaOP – Tag 1 – Ankunft, Aufnahme, Cocktail

Hallo liebe*r Besucher*,

heute war es also so weit. Heute bin ich endlich, mit meiner Lebensgefährtin Michelle zusammen, nach München gefahren, zur Chirurgischen Klinik München-Bogenhausen, Denningerstr. 44, um den Termin zur stationären Aufnahme wahrzunehmen.

Nachdem ich gestern Abend bei meiner Schwester Steffi in Rosenheim ziemlich abgestürzt bin – wir haben einfach ein wenig gefeiert und ich habe endlich jemanden kennen gelernt, den ich seit über 12 Jahren bereits kannte. Nur hatte ich ihn gestern endlich auch einmal von Angesicht zu Angesicht kennen lernen dürfen – fuhren wir also heute zu Zweit dann gegen 11:45 von Rosenheim los um möglich mit einem kleinen Puffer – der Termin war um 13:30 Uhr – dort anzukommen.

Wir kamen da an und haben fast direkt vor der Klinik einen Parkplatz gefunden. Nach dem Ausladen meiner Sachen aus dem Kofferraum, ging es dann auch schon zu Fuß zum Haupteingang der Klinik.

Direkt im Eingangsbereich ist auch die, Sonntags geschlossene Aufnahme. Irgendwie gewann man den Eindruck von diesem Foyer wie von einem Hotel.

Ein Schild neben der geschlossenen Aufnahme sagte uns dann, das wir in den dritten Stock, in die Station 3 müssen und uns dort vorstellen sollen. Also fuhren wir mit dem Aufzug dann hoch in den dritten Stock.

Dort sagte man uns, nach einem kurzen Blick auf eine Liste mit Namen und Stationen, das wir in den ersten Stock hinunter müssten und uns dort auf Station 1 melden sollen. Also fuhren wir dann mit dem Aufzug wieder zwei Stockwerke tiefer.

Auf Station 1 angekommen, sagte uns eine sehr freundliche Schwester Anna, das mein Zimmer noch nicht fertig sei. Es sei hier erwähnt, das wir eine halbe Stunde zu früh dran waren. Also setzten wir uns in den Besucher-Wartebereich und warteten.

Etwa eine halbe Stunde später – ja, ein wenig war ich schon beeindruckt, ob der Pünktlichkeit – kam Schwester Anna wieder und führte uns auf mein Zimmer, in dem bereits eine Bettnachbarin wartete.

Hier sei erwähnt, für den Fall das mich jemand nun in der Zeit vom 22.01. bis zum 01.02. besuchen möchte, das ich also auf Stock 1, auf Station 1, Zimmer 1.112a untergebracht bin.

Fussel machte es sich umgehend auf dem noch freien Bett bequem, während mir Schwester Anna noch einen ganzen Haufen Formulare und Fragebögen überbrachte, die ich noch ausfüllen sollte.

Hierbei handelte es sich um allerlei Fragen zu meinem Gesundheitszustand, ob ich Medikamente nehmen würde, ob ich Depressiv sei, und so weiter.

Außerdem brachte sie mir eine Flasche und drei Beutel mit einem Pulver. „KLEAN-PREP“ stand da mit großen Buchstaben drauf. Eine Erklärung folgte sogleich:

Ich sollte einen Beutel in die Flasche füllen und dann mit handwarmen Wasser ganz auffüllen. Dann die Flasche schütteln, bis das Pulver sich vollständig aufgelöst hat. Diese Mixtur sollte ich im Laufe des Abends trinken, allerdings nicht nur eine Flasche, sondern mindestens zwei ganze Flaschen davon, also mindestens 2 Liter von dem Zeug.

Das ist ein Abführmittel, das mich dann im Laufe des Abends wohl vollständig auf- und ausräumen sollte. Ansonsten durfte ich für den Rest des Abends nur noch Kamillentee zusätzlich trinken, oder eine warme, sehr, sehr dünne Brühe.

Also begann ich dann mit der Prozedur, nachdem ich mich von Michelle verabschiedet hatte, die dann kurz darauf wieder nach Hause, nach Österreich aufbrach.

Gleichzeitig schloss ich dann meinen Laptop an und begann schon mal, in Erwartung alle 5 Minuten aufs Klo rennen zu müssen, mit dem Schreiben dieses Beitrags – Pustekuchen… es fing schnell an, im Magen und im Darm zu rumoren, ich glaube, der spricht russisch mit mir. Aber von unglaublichem Drang aufs Klo zu müssen, keine Spur.

Zwischendurch kam dann gegen 17:30 die Narkoseärztin und klärte mich auf, was die Anästhesie anging. und gegen 18:30 war dann die Assistenzarztin da, untersuchte das „Ausgangsmaterial“ und erzählt mir ganz genau, wie die OP ablaufen wird und welch Risiken es gibt.

Soooo… jetzt sitze ich hier und trinke den letzten Rest des 2. Liters Abführmittels und schreibe diesen Beitrag. Bisher war ich erst einmal auf Toilette und ich befürchte, ich muss den 3. Liter auch noch trinken. Aber wat mut dat mut, ne?

Heute wird wohl nicht mehr viel passieren und ich werde sicherlich auch recht früh ins Bett gehen. Deshalb schließe ich hiermit diesen Beitrag des ersten Tags meiner GaOP ab. Morgen früh bin ich gleich als Erste dran und komme gegen 08:00 Uhr in den OP.

Ob ich morgen Abend dann die Lust und die Kraft habe, einen weiteren Beitrag zu schreiben, kann ich noch nicht sagen, aber ich werde Dich natürlich auf dem Laufenden halten.

*Kisses*
Christin

 

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6 Kommentare

  1. Ich drücke Dir alle Daumen und wünsche Dir einen optimalen Verlauf. Leider bin ich 500 km weit weg und werde Dich leider nicht besuchen können.
    Alles Gute

  2. schätze du wirst eine unruhige Nacht haben, Irgendwann will das Zeug raus. Nach der OP schätze ich wirst du erst mal versuchen wach zu werden. Die Schmerzen werden dir sagen ,,Hurra er ist weg,, Wünsche dir aaaaaaaaaaaaalles gute und gutes Verheilen , Auch solltest du darauf hören was Onkel Doc oder das Pflege Personal sagt. Brav bleiben Große

  3. Hallo Christin!
    Ich drücke Dir ganz doll die Daumen und wünsche Dir alles alles Gute. Bin in Gedanken bei Dir und denk dran: Heute Abend wird vieles anders sein. Ich beneide Dich!!!

    Sei lieb gedrückt und toi, toi toi.

    Stephanie

  4. Liebe Christin, auch ich wünsche Dir alles Gute auf diesem weiteren und, wie ich denke, wichtigen Schritt in deine weitere Zukunft!
    Viel Erfolg (wünsche ich auch dem OP-Team!)
    Klaus

  5. Da du dich seitdem nicht wieder gemeldet hast, nehme ich an, du kämpfst mit heftigen Schmerzen und willst deine Ruhe haben. Ich weiß, wie du dich fühlst, hab das erst vor drei Wochen ebenfalls durchgemacht.

    Daphne

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