Meine GaOP – Die Zeit danach – Großartige Neuigkeiten

Hallo liebe*r Besucher*in,

fast einen Monat ist der letzte Beitrag in diesem Blog bezüglich meiner geschlechtsangleichenden Operation her und es gibt wieder einmal sehr viel zu berichten. Großartige Neuigkeiten haben sich ergeben, viele Veränderungen und tolle Aufgaben stellen sich mir für die Zukunft. Zunächst aber einmal einige Worte zu meiner GaOP, der Heilung, dem Bougieren und was so da alles dazu gehört.

In meinem letzten Beitrag war ich ja gerade erst mal seit fünf Tagen wieder aus der Klinik draußen und hatte mir gerade erst alles Weitere besorgt, das ich in Zukunft zum bougieren und zur Wundbehandlung benötigte.

Nun ist seit dem wieder fast ein ganzer Monat vergangen und ich bin fleißig dabei, mein neues Schmuckkästchen zu hegen und zu pflegen. Die Heilung schreitet mit Riesenschritten voran und inzwischen habe ich so gut wie fast keine Probleme mehr beim Sitzen. Das zwei-tägig eincremen mit der Wundsalbe, die „intervaginale Injektion“ der Östrogensalbe, das Säubern per Vaginaldusche und sogar das Bougieren machen keinerlei Probleme und gehen mir inzwischen wie das Normalste der Welt von der Hand.

Beim Bougieren bin ich inzwischen beim vorletzten, also zweitgrößten Dilatator angekommen, den ich fast ganz hinein bekomme. Das entspricht immerhin schon einem guten, durchschnittlichen Phallus.

Die sich selbst auflösenden Nähte sind inzwischen beinahe vollständig aufgelöst und verschwunden und die Narben sind kaum zu sehen und sehr gut verheilt.

Wer jetzt aber glaubt, das Dilatatieren, also bougieren mache Spaß und sei mit Selbstbefriedigung per Dildo vergleichbar, dem muss ich einen ganz dicken, schmerzenden Zahn ziehen! Man bedenke, das man da in etwas hinein stochert, was so nicht von der Natur aus gedacht war und zu dem auch nach wie vor alles sehr unter Spannung steht und zwickt und zwackt. Drückt man den Dilatator zu weit hinein, dann stößt man unter Umständen hinten an oder kommt in einen Bereich, der noch zu eng ist – und das schmerzt.

Zudem habe ich sowohl in einem großen Teil der Schamlippen, als auch am Scheiden-Eingang kein Gefühl und ich merke nicht, wo genau ich da herum stochere. Wenn ich nicht aufpasse mache ich da mehr kaputt als es hilft.

Wer jetzt gleich aufheult und schreit: „Ich hab’s ja gewusst, so eine OP mit den heutigen Mitteln und Kenntnissen ist nicht gut und kann nie gut werden“, dem muss ich Folgendes sagen:

UnterErgebnisbilder der OP habe ich, wie der Name der Seite schon sagt, Ergebnisse der OP gepostet.

Alle Bilder sind chronologisch sortiert. Als Erstes kommen Bilder des Ursprungszustandes und danach folgen die Bilder des Ergebnisses.

Bitte bedenke beim Betrachten der folgenden Bilder:
Das war die erste Operation von mindestens Zweien. Die Korrektur-OP ist für August 2018 geplant. Das Ergebnis das man hier sieht, ist ganz normal und sogar echt schön geworden. Aber es ist eben eine noch sehr unfertige Neo-Vagina.

Bei der Korrektur-OP werden die beiden großen Schamlippen unten getrennt und insgesamt verkleinert, auch werden dann die inneren, kleinen Schamlippen und das Klitoris-Häutchen gebildet.

Definitiv hat Herr Dr. Markovsky von der Chirurgischen Klinik München-Bogenhausen aber ganze Arbeit geleistet und ein wahres Zauberwerk vollbracht, ein echtes Schmuckkästchen!

So, nun zu den Veränderungen und Neuigkeiten, die ich oben angekündigt hatte:

Am 25.02.2018 fand die ordentliche Mitgliederversammlung der Vereine CSD Konstanz e.V. und CSD Kreuzlingen statt. Da sich der bisherige 1. und 3. Vorstand, Stefan und Christof dazu entschieden hatten, sich mehr um die Rechte der Tiere kümmern zu wollen, musste ein neuer Vorstand gewählt werden.

Und da wurde entschieden, das ich der neue 1. Vorstand sein soll und das Michelle, meine Lebensgefährtin der neue 3. Vorstand und Schatzmeisterin sein soll.

Damit haben wir eine großartige, überaus schwere, große und auch schwierige Aufgabe übernommen. Nämlich den weltweit einzigen grenzübergreifenden Christopher Street Day am Leben zu erhalten und unsere Stimmer in der Region für die LSBTTIQ Gemeinschaft erstarken und noch lauter werden zu lassen, als sie es schon war.

Des Weiteren hatte ich vor einigen Tagen mein allererstes eigenes Interview zu meiner Person beim Schwarzwälder Boten in Villingen-Schwenningen. Die Journalistin wird diese kommende Woche bis zum internationalen Weltfrauentag am Donnerstag den 08. März 2018 einen Artikel über Weiblichkeit heraus bringen.

Darüber hinaus habe ich vor Kurzem eine Anfrage von Regio TV Bodensee bekommen, die mit mir eine Reportage über mich und mein Leben drehen und senden wollen.

Du siehst, bei mir geht es momentan wirklich drunter und drüber und langsam bekomme ich sogar beinahe Angst wie schnell das momentan alles geht.

Ich bin aber sehr guten Mutes das meine Bekanntheit in der nächsten Zeit ein wenig steigen wird und ich meine Botschaft über mehr Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft für alle Trans*Personen noch weiter und noch lauter in die Welt hinaus brüllen werden kann.

Nun, wie dem auch sei. Ich werde Dich weiterhin auf dem Laufenden halten!

*Kisses*
Christin

 

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